50 Jahre SPD Ergolding

Veröffentlicht am 01.05.2016 in Ortsverein

Bild: Ehre, wem Ehre gebührt: Ursula Egner (Dritte von rechts) wurde für ihre Verdienste mit der Willi-Brandt-Silbermedaille ausgezeichnet. MdL Ruth Müller (von links), Ortsvorsitzende Cornelia Czichon, MdL Natascha Kohnen, Jochaim Czichon, Bürgermeister-Stellvertreter Bernhard Pritscher und Ugur Sahin gratulierten.

Ein halbes Jahrhundert SPD Ergolding – mit einem Festabend im Gasthaus Proske feierte der Ortsverein sein Jubiläum. Ortsvorsitzende Cornelia Czichon begrüßte viele Ehrengäste aus den SPD-Reihen und, parteiübergreifend, aus dem Marktgemeinderat. Cornelia Czichon wertete das als positives Zeichen: „Wir haben in Ergolding durchaus Geschichte geschrieben und vieles bewegt.“

Andreas Meier, Alfons Meier, Franz Winbeck, Franz Eder, Rudolf Gallner und Hans Freund waren die sechs Männer, die vor gut 50 Jahren den SPD-Ortsverein Ergolding gründeten. Marktgemeinde-Rat Joachim Czichon ließ beim Blick zurück die Tätigkeiten im gemeindlichen Gremium Revue passieren. „Von uns wurden viele Anträge gestellt. Manche sogar mehrmals. Ohne unsere Hartnäckigkeit wären sie ansonsten von der Bildfläche verschwunden“, zeigte Joachim Czichon auf.

Ohne die Ergoldinger Sozialdemokraten gäbe es heute in Ergolding kein ausgebautes Radwegenetz, keine Jugendbeauftragte, keine Turnhalle in Piflas und auch kein Verleih-Geschirr, ist in der Jubiläumsfestschrift zu lesen. Auch die Hausaufgaben-Betreuung an der Grund- und Mittelschule und das Baukindergeld gehen auf Initiativen des SPD-Ortsvereins zurück. Auch in Zukunft wird das Engagement eines Ortsvereins bei den Herausforderungen demografischer Wandel und die Flüchtlingsproblematik nötig, stellt Cornelia Czichon weiter fest: „Für diese Themen brauchen wir Engagement, so wie es seit unserer Gründung im Ortsverein üblich ist.“

Eine besondere Ehrung gab es beim Festabend für Ursula Egner. 24 Jahre war sie für ihre SPD im Marktgemeinderat vertreten, setzte sich vehement für mehr Kindergartenplätze ein, um Frauen die Vereinbarkeit von Kindern und Beruf zu ermöglichen. Längere Öffnungszeiten, Ferienkindergarten und weitere Kindertagesstätten sowie Kinderkrippen steuerte Ursula Egner hartnäckig an und machte sich auch für einen Jugendtreff stark. Im Jahre 2008 wurde die SPD-Rätin vom Gremium zur Seniorenbeauftragten gewählt.

„Mir war klar, dass dies ein langwieriges Thema sein würde. Leider fehlt bis heute ein Seniorentreff. Im Bereich Seniorenarbeit gibt es noch viel zu tun“, so Ursula Egner. Im Marktrat ist Ursula Egner zwar nicht mehr vertreten, in ihrem Ortsverein aber aktiv. Und das seit mehr als 40 Jahren. Grund genug für ihre Kollegen, „ihre“ Ursula Egner besonders auszuzeichnen. „Für all deine Verdienste um unseren Ortsverein und unsere Partei überreichen wir dir heute die Willi-Brandt-Silbermedaille“, verkündete Joachim Czichon unter dem Applaus der Jubiläums-Gäste.

Bürgermeister-Stellvertreter Bernhard Pritscher lobte das Engagement zum Wohle des Marktes und seiner Bürger sowie die gute Zusammenarbeit im Marktrat: „SPD-Räte bringen immer wieder Ideen ein, sind kreativ und innovativ. Solche Aktivitäten brauchen wir.“ Patricia Steinberger, OB-Kandidatin der SPD in Landshut, überbrachte die Glückwünsche des Stadtverbandes: „Wer außer uns Kommunalpolitikern hat schon die Nähe am Bürger und kennt deren Probleme und Sorgen? Wir suchen und finden Lösungen. Das habt ihr in den letzten fünfzig Jahren gemacht.“

Landtagsabgeordnete Ruth Müller betonte in ihrem Grußwort die Wichtigkeit der Kommunalpolitik als Kraftzentren und Impulsgeber des Gemeinwesens: „Menschen, die sich kommunalpolitisch engagieren, versorgen das Gemeinwesen mit ihrer Energie und Erfahrung, dass nur gesunde und funktionsfähige Kommunen die Demokratie als Orte der sozialen Demokratie lebendig halten.“ „Jede Generation hat ihre Herausforderung, die zu meistern ist“, so Natascha Kohnen, Mitglied im Landtag und Generalsekretärin der Bayern-SPD, in ihrer Festrede. Sie stellte dabei Gemeinsamkeit und Solidarität in den Vordergrund. „Es war für mich enorm beeindruckend, mit welchem Einsatz die Helfer beim Bahnunglück von Bad Aibling vor Ort waren“, blickte Natascha Kohnen zurück: „Sie haben geholfen und unter großer Belastung perfekt gearbeitet.“

Text: Landshuter Zeitung

 

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